Haben und sein

Ist der Kühlschrank leer oder der Kleiderschrank, fehlt es an diesem oder an jenem, dann hilft nur noch eins: Einkaufen. Ist der Grundbedarf gestillt, wird es noch lange nicht still in der Brust in punkto Bedürfnis und dem Wunsch nach Konsumgütern. Wünschen und besitzen wollen sind eine Einheit. Denn solange es einen Ort gibt und die Möglichkeit besteht, Wünsche zu stillen, die wie und warum auch immer entstanden sind, und wo man 24 Stunden tagtäglich einkaufen kann, dann wird eingekauft. Statistiken aus der Vergangenheit, aber auch aktuelle Zahlen beweisen, wie groß die Kaufkraft von Internetusern ist und wie stark sie diese in Anspruch nehmen.

Es ist ein magischer Ort, dieses Internet. Hier kann virtuell und global eingekauft werden. Es können Wünsche und Kaufanregungen entstehen und mit dem nächsten Klick wahr werden. Das ist natürlich nicht gratis, wie alles seinen Preis hat und jeder Einkauf bezahlt werden muss. So nett ist selbst das Internet nicht, auch wenn hier noch so viel gratis zu bekommen ist. Einkäufe müssen bezahlt werden – mal bar, mal mit Plastik, mal mit PayPal. Aber auch Ratenzahlungen wurden mittlerweile von vielen Online-Shops möglich gemacht, so dass die Kaufbedingungen denen in Geschäften vor Ort immer ähnlicher werden.

Einmal im Kaufrausch
In der großen, bunten Warenwelt ist alles so schön und glitzert, funkelt und blinkt. Was es da nicht so gibt ... einfach alles. Wenn man in der wirklichen Welt in die Einkaufstempel eintaucht, kann man schnell untergehen. Wenn man dann wieder auftaucht, trägt man volle Tüten und Taschen und der Geldbeutel und das Konto sind leer. Dann muss eben gespart werden, bis sich das Portemonnaie wieder gefüllt hat und alles wieder von vorne losgehen kann. Der Reiz von Waren ist so groß, dass Konsumenten häufig erst vor Ort entscheiden, dass sie dieses oder jenes unbedingt gebrauchen können und ein Kauf aus diesem Grund vollkommen gerechtfertigt ist, auch wenn dies das Budget um einiges überschreitet.

Schlussverkauf und Rabatt
Das Aller-, Allerbeste am Einkaufen sind die Schnäppchen. Dann hüpft das Herz des werten Kunden, dann geht die Rechnung auf und der Käufer fühlt sich zufrieden und glücklich. Ja, so macht Einkaufen Spaß. Sind wir nicht alle Jäger und Sammler? Aber, ja doch und gleich geht die Jagd wieder los und all die vielen Preise, die mit roten Klebern neu etikettiert wurden, sind eine besonders feine Beute.

Umtausch
Vielleicht kommt aber dann doch später zu Hause das böse Erwachen und damit die Enttäuschung. Der Einkauf war ein Fehlkauf und der Umtausch wird unausweichlich. Welch eine lästige Zeitverschwendung. Langes Warten, überflüssige Erklärungen, eine genervte Käufer-Schlange im Rücken, eine ebenso genervte Kassiererin gegenüber. Ein kleines Dokument mit den eigenen Daten wird ausgefüllt und unterschrieben. Eine Rückbuchung und dann klingelt die Kasse und es gibt Bares retour.

Alles hat seinen Preis oder Alles ist käuflich – oder ?
Es gibt Binsenweisheiten, die werden auch dann nicht wahrer, selbst wenn man sie noch so häufig und lange drischt. Preise können flexibel sein, wie bereits oben gesagt wurde. Jedoch kann auch der solventeste Kunde noch lange nicht alles kaufen: Basta.
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